Venus


 

 

Die Liebe zu kennen, ist der schönste Moment. Die Liebe zu leben ein Genuss, die Liebe zu Halten eine Aufgabe fürs Leben.

Aphrodite und Eros ("Aphrodite d'Este")-Kunsthistorisches Museum

Aphrodite und Eros ("Aphrodite d'Este")-Kunsthistorisches Museum-via Wikimedia Commons

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Venus ist nach Merkur der zweite Planet, dessen Umlaufbahn um die Sonne sich innerhalb derjenigen der Erde befindet. Daher kann sie sich aus Erdsicht (geozentrisch) nie mehr als 47 Grad von der Sonne entfernen (Elongation). Wie Merkur kann auch die Venus Abendstern oder Morgenstern sein. Wenn aber von dem Morgenstern oder Abendstern die Rede ist, ist nur sie gemeint (Merkur ist zu selten und zu kurz sichtbar). Im ersten Fall geht sie am östlichen Himmel vor der Sonne auf, befindet sich also im Tierkreis vor ihr; im zweiten Fall geht sie am westlichen Himmel nach der Sonne unter, befindet sich im Tierkreis also hinter ihr. Wenn sie näher als ungefähr zehn Grad bei der Sonne steht, ist sie für das menschliche Auge nicht mehr zu erkennen.

                         Mythologie

 

Aphrodite (lateinisch Venus) gehörte zu den zwölf obersten Gottheiten des Olymp. Sie war die Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit und der Schönheit. Ihr Beiname "die Schaumgeborene" weist auf ihre Geburt hin: der Titan Kronos (Saturn) hatte auf Geheiß seiner Mutter Gaia seinen Vater Uranos entmannt und dessen Geschlechtsteile ins Meer geworfen. An dieser Stelle bildete sich Schaum, und daraus entstand Aphrodite in voller Schönheit. Ihre Anmut übertrug sich gleich auf ihre Umgebung - als sie aus dem Wasser ans Land trat, erblühten Blumen unter ihren Füßen.

Aphrodite war mit Hephaistos verheiratet, dem Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Es war jedoch eine unglückliche Ehe. Hephaistos war zwar einerseits der geschickteste Kunstschmied, andererseits aber hässlich und hinkend. Eine solche Verbindung befriedigte Aphrodite nicht. Sie verkörperte das sinnliche Ideal. Deshalb suchte sie sich Liebhaber, wie beispielsweise den Kriegsgott Ares. Ihre Leidenschaft ließ sie auch an allen möglichen Kämpfen und Intrigen der Götterwelt teilnehmen. Sie war keinesfalls die naive, unbedarfte Schönheit, wie das heutige Venus-Bild uns vermittelt. Wer sie verehrte, konnte sich auf ihre Unterstützung verlassen, wer sich ihr jedoch widersetzte oder ihre Liebe verschmähte, wurde unerbittlich bestraft. Sie war eine Göttin, die wertete und bewertete.

 

 

Der Geist, der allen Dingen Leben verleiht, ist die Liebe.
Tschu-Li

                                              Deutung

Venus ist im Horoskop das Symbol für jene Kraft im Menschen, die Harmonie sucht - sei es durch Beziehungen, die Liebe zu einem anderen Menschen, oder durch die Beschäftigung mit dem ästhetisch Schönen, wie sie in der Kunst zum Ausdruck kommt. Sie steht aber auch für den Selbstwert, und konfrontiert uns mit der Frage: Wie gehe ich mit mir um, was mute ich mir zu?

Ihre Haus- und Zeichenstellung beschreibt die Art, wie eine Person in Beziehung tritt, was ihr gefällt, oder wie sie ihren Wunsch nach Gleichgewicht, Ausgewogenheit und Harmonie befriedigt. Sie zeigt, wie man liebt und geliebt werden möchte, wie man Zuneigung zum Ausdruck bringt und empfängt. Sie gibt Auskunft über das, was einem Menschen Sinnesfreuden verschafft, was ihm "schmeckt", woran er sich bindet.

Im Horoskop einer Frau ist Venus zusammen mit dem Mond Teil ihrer weiblichen Identität. Als Planet gibt sie (neben Mars) auch Hinweise über den Bereich der Erotik und Sexualität. Im Horoskop eines Mannes sagt sie zudem, ebenfalls gemeinsam mit dem Mond, etwas über dessen Frauenbild aus; hier ist Venus die erotische Verführerin, eher Geliebte als Mutter (= Mond); sie repräsentiert das, was ein Mann anziehend findet.

 

 

 

Es entspricht der Natur des Menschen, dass Liebe nicht mit der Zeit erkaltet, sondern dass sie sich erst mit der Zeit entwickelt.
Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski

                                  Mundanastrologie

Die Venus gilt in weltlichen Angelegeneiten als das "kleine Glück", und sollte möglichst gut gestellt sein, gerade in einem Staatshoroskop. Dann ist es nämlich um die Finanzen gut bestellt, dann stimmt die gesellschaftliche Basis (Ernährung, Landwirtschaft), blühen Kunst und Kultur. Ihr unterstehen die Gebiete Fortpflanzung und Sexualität; ansonsten generell die Außenpolitik, Freundschaftsbeziehungen, Bündnisse und Verträge, Diplomatie und Friedensbestrebungen.Sozial symbolisiert sie das Künstlertum, Luxusgewerbe, die Gastronomiebranche und das Bauerntum.

                        Würden

 

Venus ist Herrscherin zweier Zeichen: Als Abendstern entfaltet sie eher die Eigenschaften der Waage, als Morgenstern diejenigen des Stiers. Im Exil steht sie dementsprechend sowohl im Skorpion wie im Widder. In den Fischen ist sie erhöht und in der Jungfrau im Fall.

Im Aspekt mit einem anderen Planeten oder einer Achse verleiht Venus dem betreffenden Horoskopfaktor etwas Liebevolles und bindet diesen in ihre Ästhetik mit ein.

Im Transit sorgt sie für den kurzen Zeitraum von wenigen Tagen für eine erhöhte Sinneswahrnehmung und für eher angenehme Effekte.

Als Wochentag wird ihr der Freitag zugeordnet (nach der germanischen Göttin Freya, frz. Vendredi).

Typische Venus-Tiere sind einerseits Katzen, andererseits aber auch Tauben; die Römer ordneten ihr den Delphin zu.

Literatur:

Wikipedia zum Planeten Venus (astronomisch)  Herbert Freiherr von Klöckler: Kursus der Astrologie, Band II: Grundlagen für die astrologische

Astrowiki


Otto Rumburg, Horoskope und Politik


Deutung von Bernd Mertz.

 

 

 

 

“Am größten ist eine Liebe dann, wenn sie unsere Seele anrührt und uns nach dem Besten streben lässt. Dann entfacht sie ein Feuer in unseren Herzen und bringt Frieden in unsere Seelen.”

 

“Die Geschichte prägt nur einen Moment, die Liebe dagegen ein ganzes Leben.”

 

“Du bist die Erfüllung all meiner Gebete. Du bist ein Lied, ein Traum, ein Flüstern, und ich weiß nicht, wie ich so lange ohne dich habe leben können.”