Saturn

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"Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen." - Arthur Schopenhauer

Giorgio Vasari - Die Früchte der Erde werden Saturn dargereicht - Detail right

Giorgio Vasari - Die Früchte der Erde werden Saturn dargereicht-via Wikimedia Commons.

 

 

Zitat von Dalai Lama Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Schicksal
Dalai Lama Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Schicksal
Dalai Lama Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Schicksal
Dalai Lama Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann. --> http://myzitate.de/stichwoerter.php?q=Schicksal

Saturn ist der am weitesten von der Sonne entfernte Planet, der noch gut mit bloßem Auge gesehen werden kann. Sein Licht leuchtet allerdings wesentlich matter als das des Jupiter. Sein Äquatordurchmesser beträgt 120 536 Kilometer, womit er etwa neunmal so groß ist wie die Erde. Ein Gasplanet, der es an Umfang zwar nicht ganz mit dem Riesenplaneten Jupiter aufnehmen kann (er ist fast so groß), mit 95 Erdmassen aber nur 30 % von dessen Masse besitztt. Von allen Planeten des Sonnensystems weist er die geringste mittlere Dichte auf (nur etwa 0,69 g/cm³, d.h. er ist der relativ leichteste). In seinen oberen Schichten besteht er zu 96,3 % aus Wasserstoff, zu 3,25 % aus Helium, zu 0,45 % aus Methan, sowie aus 0,026 % Ammoniak. Der mittlere Abstand des Saturn von der Sonne beträgt 1 427 Millionen Kilometer. Für einen Umlauf um unser Zentralgestirn benötigt er fast 29 1/2 Jahre. Seine Tagesbewegung beträgt maximal 7,1 Bogenminuten, im Durchschnitt sind es 2 Bogenminuten.

                                      Mythologie

Im Alten Ägypten symbolisierte der Planet als Hor-ka-pet (Himmelsstier) die Gottheit Horus. Bei den Sumerern wurde er als Lubat-saguš („Stern der Sonne“) bezeichnet, während die Babylonier ihn wegen seiner Langsamkeit Kajamanu („der Beständige“) nannten. In der hinduistischen Astrologie heißt er "Shani". In der chinesischen und japanischen Kultur steht er für die Erde (Fünf-Elemente-Lehre).

Die Römer sahen in ihm den Planeten des Gottes Saturnus, während er im antiken Griechenland als Planet des Gottes Kronos galt. Dieser war vor den Zeiten von Zeus der oberste Gott. Er entstammte dem Geschlecht der Titanen. Auf Initiative seiner Mutter Gaia hatte er seinen Vater Uranos entmannt und kastriert, denn der hatte all seine Kinder, die ihm nicht gefielen, wieder in den Bauch der Mutter zurückgestopft

 

 

 

"Das, was ist, das ist, und erst wie ich damit umgehe, ist mein Beitrag zum Leben." - Laotse

Damit ihn selbst seine Kinder dereinst nicht auch stürzen könnten, verschlang er sie unmittelbar nach der Geburt. Lediglich Zeus-Jupiter, sein Jüngster, entkam diesem Schicksal durch eine List von Kronos' Frau Rhea.

Tatsächlich schwang sich Zeus später zum Rächer seiner Geschwister auf. Er entmachtete und entmannte seinen Vater Kronos. Der Gestürzte wurde in die Unterwelt verbannt, doch bald hatte Zeus ein Einsehen mit ihm. Er begnadigte ihn und schickte ihn auf die Insel der Seligen im westlichen Ozean. Dort prägte Kronos als weiser alter Herrscher das Goldene Zeitalter. Von den Kämpfen der Olympischen Götter hielt er sich fern; in seiner Welt ging es langsam und gemächlich zu, wie beim Zyklus des Planeten Saturn am Himmel. Den beschaulichen, friedlichen Eigenschaften des Kronos entspricht Saturnus, ursprünglich der Gott des Ackerbaus im alten Italien. Er war zudem ein weiser Lehrer, denn er brachte den Menschen die Landwirtschaft und die Errungenschaften der Zivilisation. In Erinnerung an ihn feierten die Römer alljährlich am 17. Dezember die ausgelassenen Saturnalien, Feste, bei denen man einander beschenkte und wie beim heutigen Fasching die Konventionen auf den Kopf gestellt wurden

                                           Deutung

Saturn als letzter sichtbarer Planet unseres Sonnensystems gilt von altersher als "Hüter der Schwelle". Er ist Symbol für Begrenzungen und steht als "Herr der Zeit" für das definitive Ende der Dinge ebenso wie für das Unendliche, denn er unterliegt der Zeit nicht mehr. Wie Jupiter ist Saturn einer der gesellschaftlichen Planeten. Er weist den einzelnen Menschen auf die Begrenzungen hin, die ihm dadurch gesetzt sind, dass er ein soziales Wesen und nicht allein auf der Welt ist. Daher steht Saturn für die gesellschaftlichen Regeln, für das Richtige (auch das entsprechend Korrigierte), "das, was sich gehört".

Das von Saturn verkörperte Prinzip lautet Konzentration, wobei es ihm um das Wesentliche, die Essenz der Dinge geht. Hierin stellt er einen Gegensatz zu dem von Jupiter verkörperten Prinzip der Expansion dar. Als Struktur gebendes Prinzip verleiht Saturn Halt und Festigkeit. Er steht für das Materielle, im Unterschied zu den transsaturnischen Planeten Uranus, Neptun und dem Zwergplaneten Pluto, welche eher Geistiges darstellen

Für einen Durchlauf durch ein Tierkreiszeichen benötigt er durchschnittlich zweieinhalb Jahre, sodass er sich bei allen Menschen, die in diesem Zeitraum geboren wurden, in demselben Zeichen befindet. Mit seiner Haus- und Zeichenstellung, aber auch über die Aspekte symbolisiert Saturn einen Bereich, der dem betreffenden Menschen in der Regel schwer fällt, in dem er gehemmt ist, sich eingeschränkt fühlt oder vor dem er Angst hat. Die Person ist hier angehalten, sich durch stete, kontinuierliche Arbeit fortzuentwickeln. Gerade weil sie immer wieder auf Schwierigkeiten stößt, kann sie es in dem angesprochenen Bereich aber auch zu einer Meisterschaft und zu höchster Reife und Weisheit bringen. Dies wird ihr nach der ersten Saturn-Wiederkehr deutlich leichter fallen, also etwa um das dreißigste Lebensjahr herum, nachdem der transitierende Saturn zum ersten Mal an seine Geburtsstelle zurückgekehrt ist (sog. "Saturn-Revolution") - ein Transit, der als entscheidender Reifungsschritt im Leben eines Menschen gilt.

Saturn-Transite zeigen eine Verlangsamung an, eine Konzentration auf das Wesentliche. Sie zwingen zu Verantwortung und Bewusstheit. Meist stehen sie für Zeiten harter Arbeit, aber auch für die Früchte, welche eine solche hervorbringt.

Klassische Astrologie

In der Klassischen Astrologie wurde Saturn meist als negatives Symbol für Armut, Unglück, Sorgen, Krankheiten und harte Arbeit gesehen. Er wurde ab dem christlichen Mittelalter oft auch mit Tod und Teufel gleichgesetzt, deshalb häufig skelettiert, und mit einer Sichel oder Sense - als Sensenmann, "Schnitter" - dargestellt. Er verkörperte aber ebenso Ordnung und das rechte Maß. Relativ alt ist auch seine Gleichsetzung mit der Gemütskrankheit Melancholie.Diese düstere Sichtweise, und auch das Melancholie-Konzept, wurde noch bis ins Zwanzigste Jahrhundert hinein vertreten..

Psychologische Astrologie

Die Psychologische Astrologie gelangte heute allerdings zu einer ganz anderen Betrachtungsweise: Wenngleich es Saturn den Menschen nicht gerade leicht macht, so verleiht er doch denen, die sich seinem "Gesetz" unterwerfen, ein großes Potential. Die beste Strategie im Umgang mit ihm ist daher Geduld und die Bereitschaft, hart an sich zu arbeiten. Denn dadurch können wirkliche Selbsterkenntnis und innere Freiheit erreicht werden. Ein Sinnspruch zu Saturn lautet daher: "Erst die Erfüllung von Notwendigkeiten macht frei.". Die Schmerzen, die solche Prozesse mit sich bringen, können im positiven Sinne verstanden werden als "Motor", der den Menschen auf seinem Entwicklungsweg ständig vorantreibt

Mundanastrologie

Saturn bedeutet generell die bestehenden Maßstäbe und Richtlinien, den allgemeinen Rahmen, d.h. politisch-sozial die Verfassung, die Gesetze, Recht und Ordnung. Er steht für das Konservative (Bewahrende), Tradierte (Überlieferte); für das Gemeinwohl; für den Adel und die Polizei (als Hüter bzw. Wächter einer Einhaltung der Normen). Ihm unterstehen der Bergbau und das Rentenwesen (Alte, Rentner).

Wirtschaftlich bedeutet er (wenn stark oder schlecht gestellt) Verfall, Stagnation und Hunger, Elend, Not.

Astrometeorologisch bzw. witterungstechnisch symbolisiert er den Frost, Eis und Kälte.

Als Orte/ Gegenden unterstehen ihm die Gefängnis- oder Klosterzelle, scmucklose, karge ("spartanische") Räume, alte Häuser und Ruinen, Gebirge und (kalte) Wüsten

Saturn ist Herrscher des Zeichens Steinbock und im Krebs im Exil. Er gilt als in der Waage erhöht und im Widder im Fall. Vor der Entdeckung des Uranus war er auch Herrscher des Wassermanns und entsprechend im Zeichen Löwe im Exil. Da das Zeichen Wassermann tatsächlich Eigenschaften aufweist, die durch einen alleinigen Herrscher Uranus nicht abgedeckt werden, gilt Saturn dort immer noch als Nebenherrscher.

Sein Wochentag ist der Samstag.


Literatur:

Herbert Freiherr von Klöckler: Kursus der Astrologie, Band II: Grundlagen für die astrologische Deutung.

Klibansky/Panofsky/Saxl: Saturn und Melancholie. Suhrkamp Verlag,

Liz Greene: Saturn. München 1981

Otto Rumburg, Horoskope und Politik

Astrowiki

 

 

 

"Wir dürfen niemals vergessen, dass alle Menschen einen gemeinsamen Ursprung haben, dass ihre Probleme überall auf der Welt die gleichen sind und dass sich ihr Schicksal gemeinsam entscheidet." - Sidney Sheldon