Planeten

 

 

 

Vertrauen wird dadurch erschöpft, daß es in Anspruch genommen wird. (Brecht, Bertolt)

 

 

 


Planeten
Die Himmelskörper, allen voran Sonne und Mond werden in der Astrologie als Planeten bezeichnet und stellen energetische Teile des Wesens dar, einen bestimmten Bereich der Persönlichkeit. So symbolisiert die Sonne den Wesenskern, die Vitalität und die Persönlichkeit, der Mond die Seele und das Gefühl, Merkur die Kommunikation und den Intellekt, Venus Liebe, Genuss und Werte und Mars Pioniergeist und Willen.

Häuser
Die Planeten können zueinander Verbindungen, sogenannte Aspekte bilden. Je nach Konstellation sind diese Energien auf einer der 12 dafür bestimmten Lebensbühnen stärker oder weniger stark wirksam. Die Häuser geben darüber Auskunft, in welchem Lebensbereich die Eigenschaften der Sternzeichen und die Energien der Planeten ihre Wirkung zeigen.

Sonne
die Lebenskraft
inneres Selbst, Vitalität, die Ausrichtung, Durchsetzungskraft
Zuordnung: Löwe

Mond
die Seele
Gefühl, Unbewusstsein, Träume, Grundstimmungen
Zuordnung: Krebs

Merkur
der Verstand
Vernunft, Logik, Kommunikation, Information
Zuordnung: Zwilling und Jungfrau

Venus
die Schönheit
Ästhetik, Harmonie, Geselligkeit, Erotik
Zuordnung: Waage und Stier



Mars
die Energie
Leistung, Energie, Tatkraft, Kampf
Zuordnung: Widder



Jupiter
das Glück
Optimismus, Gerechtigkeit, Wachstum, Sinnsuche
Zuordnung: Schütze

Saturn
der Widerstand
Grenzen, Regeln, Sicherheit, Gewissen
Zuordnung: Steinbock

Uranus
die Intuition
Inspiration, Neuerung, Offenheit, Widerspruch
Zuordnung: Wassermann

Neptun
das Übersinnliche
Spiritualität, Täuschung, Illusion, Scheinwelten
Zuordnung: Fische

Pluto
die Macht
Veränderung, Erneuerung, Magie, Regeneration
Zuordnung: Skorpion

Liz Greene:

*Astrologie ist weder Wissenschaft noch religiöses Glaubenssystem. Sie ist eine Kunst. Künstler vermitteln zwischen verschiedenen Dimensionen des Seins. Die Bilder, Klänge, Worte und Formen, die Künstler nutzen, sind Sprachen, die von den bedeutungsvollen Zusammenhängen der Wirklichkeit erzählen, die der rationale Verstand weder verstehen noch kommunizieren kann.*

E.Kalender 1939
E.Kalender 1939

Neben den zehn "klassischen" Planeten, über deren vorrangige Bedeutung sich alle Astrologinnen und Astrologen einig sind, gibt es noch eine Reihe anderer Himmelskörper, deren Wichtigkeit verschieden beurteilt wird.

Große Beachtung hat Chiron gefunden, der noch ausführlich besprochen wird. Manche Astrologinnen beachten und deuten auch die Stellung der vier größten Asteroiden, Ceres, Pallas, Juno und Vesta. Bestimmte astrologische Schulen kennen zudem eine ganze Reihe sogenannter "hypothetischer" Planeten, die keinem der bisher bekannten Himmelskörper im Sonnensystem entsprechen.

Rückläufigkeit

Schaut man von "oben" auf unser Sonnensystem, so bewegen sich alle Planeten in der gleichen Richtung (nämlich gegen den Uhrzeigersinn) um die Sonne. Die Astrologie betrachtet die Planeten jedoch so, wie sie von der Erde aus zu sehen sind, und so scheinen sich die Planeten manchmal rückwärts zu bewegen - beispielsweise dann, wenn ein äußerer, langsam laufender Planet wie etwa Saturn von der Erde überholt wird. Befindet sich ein Planet in einer solchen scheinbaren Rückläufigkeitsphase, so wird dies bei allen astrologischen Positionsangaben mit einem R gekennzeichnet.

Über eine Deutung der Rückläufigkeitsphasen gehen die Meinungen auseinander; Einigkeit herrscht jedoch darüber, daß man diese Information heranziehen kann, um zu entscheiden, ob ein bestimmter Aspekt noch gültig ist oder nicht. Auch bei anderen astrologischen Betrachtungsweisen kann die Rückläufigkeit eines Planeten ergänzende Anhaltspunkte bieten.

Andere Punkte im Horoskop

Schließlich kennt die Astrologie noch eine bunte Sammlung auf symbolische Weise aus dem Horoskop abgeleiteter Punkte wie z.B. einen Glückspunkt oder einen Alterspunkt, deren Wichtigkeit und Bedeutung heute jedoch sehr umstritten sind.

Davon ausgenommen sind Lilith und die Mondknoten: Diese Punkte werden von tatsächlich bestehenden astronomischen Verhältnissen hergeleitet und finden auch in der astrologischen Gemeinschaft allgemein größere Beachtung. Die beiden (sich stets genau gegenüberliegenden) Mondknoten entsprechen den Schnittpunkten der Mondbahn mit der Bahn der Erde. In der astrologischen Deutung werden sie meist als "karmische" Punkte aufgefaßt: Der aufsteigende oder nördliche Mondknoten NN wird als die für dieses Leben maßgebliche spirituelle Entwicklungsrichtung gedeutet, während der südliche oder absteigende Mondknoten NS die Erfahrungen symbolisiert, die man aus früheren Leben mitbringt. Eine andere Auffassung bringt den nördlichen Mondknoten mit wichtigen Begegnungen in Zusammenhang, den südlichen dagegen mit Trennungen. Der bekannte deutsche Astrologe Thomas Ring versteht die Mondknotenpunkte als "Steigrohre des Unbewußten", wobei am nördlichen Mondknoten unbewußte Inhalte ins Bewußtsein aufsteigen, am südlichen Knoten dagegen bewußte Inhalte ins Unbewußte absinken.(Astrodata)

 

 

 

 

Wenn man die Wahrheit verschliesst und in den Boden
vergräbt, dann wird sie nur wachsen und so viel explosive
Kraft ansammeln, dass sie an dem Tag, an dem sie
durchbricht, alles, was ihr im Weg steht, fortfegt.

Émile Zola